Der Transportunternehmer verdient sein Geld mit dem Aufbau, also mit der Anlage, in der er Ladungsgüter hinein- und hinauslädt und die er zwischenzeitlich mit dem Lastwagen von A nach B befördert hat. Ohne Aufbau ist der Lastwagen ein Fortbewegungsmittel, das weniger Kofferraum besitzt als ein Pkw. Berichte über Aufbauten, auch solche mit eigenen Achsen also Anhänger - , sind in der Fachpresse recht selten. Das ist kein Wunder, denn nur wenige Trailerhersteller in Europa haben ein Pressebudget wie Lkw- Hersteller, also Vorführfahrzeuge, Pressemappen und den ganzen Klüngel drum herum. Der normale Trailer im Test gehört einem Kunden des Herstellers, kommt gerade aus der Lackieranlage und wird am selben Tag noch abgeholt. Das heißt: für diese Berichterstattung fährt der Berichterstatter viele Kilometer im Jahr und das macht Trailer-Tests für die Redaktionen vergleichsweise teuer. Deswegen gibt es im Vergleich zu Lkw-Tests Berichte über Trailer, sieht man sich in der europäischen Lkw- Motorpresse um, auch nur sehr sporadisch und wenn, dann fast nur über die großen Anbieter. Trailer-Tests gab und gibt es zum Beispiel bei Firmen, wo die Zahl der Beschäftigten (einschließlich Chef) vier lautet, denn auch so ein Team baut manchmal die tollsten Sachen. Test im strengen Sinne, nämlich Prüfung eines Materials auf seine Eignung für einen bestimmten Zweck (frei nach Duden), ist bei solchen Besuchen und Berichten längst nicht immer möglich, weil das passende Fahrzeug noch nicht fertig ist oder etwas nicht klappt und so weiter. Dann kommt aber immer mindestens ein Werksbericht zustande, Trailer-Test-Visite heißt diese Variante. Schließlich ist nicht nur interessant, was der Trailer kann, sondern auch, wie er gebaut wird. Hiervon ist einiges bei den Textangeboten zu finden.
Manchmal hat man es mit Einrichtungen zu tun, die heißen CargoCom, Trailertel, Ofis, Dynafleet oder Fleetboard. Alle sind Telematik- Anlagen für Zugmaschinen oder Trailer. Mit allen bin ich bereits unterwegs gewesen. Die Telematik im Transport steht zwar noch ganz am Anfang ihrer Entwicklungsmöglichkeiten, aber sage ich mal so das ist die Zukunft. Aktuell gibt es noch hier und da Differenzen zwischen Worten und Werken, also nicht immer kann die Anlage dieses und jenes, wie im Prospekt versprochen wird. Dafür gibt es dann die Testfahrten.
Eine andere Baustelle sind Bremsanlagen. Um herauszufinden, wie sich die Temperaturen in Trailerachsen an Naben, Bolzen und Scheiben entwickeln, habe ich eine separate Bremsdruck- Einsteueranlage zusammengebaut und kann mit einem Temperatur- Messfühler in einer Brems-Schleppfahrt die Entwicklung durchprüfen. Die erste Testrunde mit BPW-, Discos- und SAF- Achsen im vergangenen Jahr war sehr interessant, denn es gibt offensichtlich große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit. An dem Thema werde ich weiterarbeiten, denn es gibt noch sehr viel mehr Achskonstruktionen.
Test- Spezial wird zügig ausgebaut, denn Trailerkomponenten sind nun mal eine ganz spannende Sache, das sieht man bei den Textangeboten.
Hier geht es ausnahmsweise mal um Lkw, vor allem solche, die auf Routen verwendet werden, die man Nahverkehr nennt. Von Düsseldorf aus geht es 70 Kilometer über Ratingen, Mülheim, Kettwig, Essen bis Hattingen. Das ist die Stadtetappe. Dann 70 Kilometer von Hattingen bis Grundschöttel, zurück nach Obersprockhövel, Langenberg bis Wuppertal- Dornap. Das ist die Überlandetappe. Der Rest sind 70 Kilometer Bundesautobahn. Vor dem Testfahrt gibt es erst einmal die Standpunkte, das sind so etwa einhundert Prüfstellen am Fahrzeug, die begutachtet werden wollen. Das 3 x 70 km- Konzept erlaubt es, die Einzelergebnisse der Testfahrt so zu kombinieren, dass sie den tatsächlichen Transportabläufen im Betrieb am nächsten kommen. Die City-Tests sind bei den Textangeboten.